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Montag, 6. Oktober 2014

Porco Rosso: „Nur ein fliegendes Schwein ist ein gutes Schwein“

Zeichentrickfilme sind für Kinder. Hätte ich jedes Mal einen Euro bekommen, wenn ich mir diesen Satz anhören musste, dann hätte ich jetzt sicherlich ein grosses rotes Sparschwein voll mit 1 Euro Münzen. Manche Leute können oder wollen einfach nicht begreifen, dass auch in diesem Genre jedes beliebige Grundthema aufgegriffen und somit wirklich jedes gewünschte Zielpublikum angesprochen werden kann. So ziemlich jeder Anime des hochdekorierten japanischen Filmstudios Ghibli könnte dafür als Beispiel herangezogen werden. Besonders die Filme von Mastermind Hayao Miyazaki, unter anderem Das Schloss im Himmel, Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland oder Das wandelnde Schloss, sind dabei so vielfältig, detailverliebt und komplex, dass Kinder diese Filme gar nicht vollständig erfassen können. Gleichzeitig, und das ist vielleicht das Erfolgsgeheimnis des Studio Ghibli, funktionieren die genannten Filme aber auch auf einer oberflächlichen/kindlichen Ebene so gut, dass oftmals der perfekte Familienfilm für Klein UND Gross dabei entsteht.So gesehen hätte ich auch jeden der oben bereits erwähnten Filme diskutieren können, habe mich aber letztendlich für Porco Rosso entschieden, welcher einer meiner Lieblingsfilme von Hayao Miyazaki ist. Björn Stöckemann von filmfutter.com hat in seiner Kritik Folgendes über den Film zu sagen: 

Porco Rosso scheitert auf hohem Niveau und hauptsächlich an seinen eigenen Ambitionen. Die Mischung aus kindlichem Zeichenstil, albernem Slapstick und einer tieftragischen Geschichte will nicht ganz funktionieren. Allerdings ist es gerade diese Ambivalenz, die Porco Rosso so sehenswert macht. Es ist vielleicht einer der schwächeren Filme von Hayao Miyazaki, zugleich aber einer der interessantesten. Und selbst ein schwacher Miyazaki ist immer noch ein sehr guter Film.

Die Frage ist natürlich berechtigt, weshalb man mit einem solchen Zitat startet, wo man den Film doch soeben noch in den Himmel gelobt hat? Nun, zum einen liegen der geschätzte Herr Stöckemann und ich bei unserer Analyse gar nicht so weit auseinander, einzig in der Bewertung der Ambivalenz des Filmes scheiden sich dann letztendlich die Geister. Zum anderen, und auch das erscheint mir durchaus erwähnenswert, kommt er trotz seiner Kritik zu dem Schluss, dass der Film sehr wohl sehenswert ist. Auch wenn der Film also von ihm (und vielleicht anderen) nicht ganz so überschwänglich bewertet wird wie von mir, so lohnt sich ein genauer Blick allemal. Ich für meinen Teil muss somit nicht sehr viel an oberem Zitat anpassen, um ein persönliches, vorgezogenes Fazit zu Porco Rosso ziehen zu können: 

Porco Rosso scheitertüberzeugt auf hohem Niveau und hauptsächlich anaufgrund seinen eigenen Ambitionen. Die Mischung aus kindlichem Zeichenstil, albernem Slapstick und einer tieftragischen Geschichte will nichtvoll und ganz funktionieren. Allerdings ist esEs ist gerade diese Ambivalenz, die Porco Rosso so sehenswert macht. Es ist vielleicht einer der schwächerenstärksten Filme von Hayao Miyazaki, zugleich aberauch einer der interessantesten. Und selbst ein schwacherstarker Miyazaki ist immer nochauch ein sehr guter Film.

Die Geschichte ist angesiedelt in Italien gegen Ende der 1920er Jahre zur Zeit des italienischen Faschismus. Marco Pagot, alias Porco Rosso, Pilot und Kriegsveteran aus dem ersten Weltkrieg, verdient sich seine Brötchen mittlerweile als Kopfgeldjäger, wobei er es hauptsächlich auf fliegende Piraten abgesehen hat. Der Protagonist ist dabei so vielseitig und widersprüchlich wie der Film selbst. Hässlich, korpulent und aufgrund eines Fluches ausgestattet mit einem breiten Schweinekopf. Das genaue Gegenstück dessen, wie sich der Zuschauer einen wagemutigen Filmhelden vorstellen dürfte. George Clooney oder Brad Pitt könnte man in dieser Rolle zumindest nicht besetzen. Vom Wesen her zynisch, grob und ein Chauvinist vor dem Herrn, trotzdem aber auch gutmütig und ausgestattet mit einem grossen Herzen. Gleichzeitig umgibt ihn eine Aura von Ehre, Mut und alter Fliegerromantik. Porco ist Pilot aus Berufung. Sein Leben, das merkt man ganz deutlich, ist dann am erfülltesten, wenn der Flugwind um seine Schweinsnase weht und das nächste Luftgefecht zum Greifen nah ist. Einige der besten Szenen hat der Film dann auch, wenn sich Porco mit seinem Wasserflugzeug in die Lüfte schwingt und das tut, was er am besten kann. Dem Film merkt man dabei Miyazaki‘s Liebe zu Flugzeugen und Luftschiffen, die sich ein Stück weit durch fast alle seine Produktionen zieht, wirklich an allen Ecken und Enden an. Man spürt, dass sich Miyazaki hier seiner grossen Leidenschaft verschrieben hat und dass er mit der Figur Porco‘s ein Leben portraitiert, welches er selbst vielleicht auch gerne geführt hätte. Nicht, dass er gerne mit einem Hirnkasten im Schweinsformat umherlaufen würde, aber die Abenteuer, die Porco in den Lüften durchlebt, werden durch Miyazaki’s Film eindeutig romantisiert. Die Flugszenen sind dabei oft sehr dynamisch und immer überzeugend inszeniert und musikalisch treffend untermalt, so dass Porco’s Freiheitsgefühl, welches er beim Fliegen verspürt, auf das Publikum überschwappt. Zu keiner Zeit hat man als Zuschauer dabei das Gefühl, dass man das Gezeigte lieber in echten Bildern sehen würde anstatt in animierter Form.

Marco Pagot – alias Porco Rosso - in seinem Element

Nach einem Luftgefecht mit dem berühmten amerikanischen Piloten Donald Curtis rettet Porco sich und seine malträtierte Maschine gerade noch nach Mailand, um sein Flugzeug reparieren zu lassen. Dort trifft er auf die junge Ingenieurin Fio, die ihn dazu bringt, sein Frauenbild zu hinterfragen und die fortan eine treue Begleiterin an Porco‘s Seite sein wird. Derweil spitzt sich Curtis‘ und Porco‘s Rivalität immer weiter zu und im weiteren Verlauf der Geschichte entspannt sich schliesslich ein halsbrecherischer Showdown um Ehre, Liebe und Freiheit, in dem die beiden wagemutigen Piloten zwar die Hauptdarsteller sind, aber auch die Luftpiraten, die italienische Luftwaffe und die Frauenfiguren ein gehöriges Wörtchen mit zu reden haben. Zur Vielseitigkeit des Films gehört es dabei auch, dass epische Flugszenen beispielsweise mit einem slapstickhaften Faustkampf kombiniert werden. Was einige Leute offenbar als störend und inkonsequent empfinden, finde ich in der Art und Weise, wie es umgesetzt ist, hochgradig unterhaltsam und kurzweilig. Das muss aber, wie gesagt, jeder für sich selbst entscheiden.

Links: Porco und Donald tauschen Nettigkeiten aus, Rechts: Porco überwindet die anfänglichen Vorurteile gegenüber Fio
In seinem Grundkonzept unterscheidet sich Porco Rosso mit seinem realistischen Setting und der historisch eingebetteten Geschichte deutlich von den meisten anderen Filmen Miyazakis, da bis auf eine offensichtliche, schweinsköpfige Ausnahme auf sämtliche fantastische und magische Elemente verzichtet wird. Vielleicht ist Porco Rosso deshalb sogar der Beweis dafür, dass Zeichentrickfilme viel mächtiger sind, als es Real-Filme jemals sein könnten (oder zumindest konnten). Zu der Zeit als Porco Rosso entstand, im Jahr 1992, wäre es unmöglich gewesen, einem Hauptdarsteller eines Real-Filmes mit einer durchaus ernsten und historischen Geschichte einen Schweinskopf zu verpassen. Man könnte argumentieren, dass mit CGI und Motion Capture mittlerweile zumindest die technischen Voraussetzungen dafür bestehen, etwas derartig Verrücktes heute in einen Real-Film zu integrieren. Dann steht der Filmemacher aber immer noch vor dem Problem, dass Porco Rosso weder Fantasy- noch SciFi-Film ist. Deshalb fällt es mir schwer zu glauben, dass eine Real-Verfilmung funktionieren würde. Oder möchte wirklich irgendjemand Folgendes sehen?

Gerard Depardieu als Porco Rosso? Verlockend, aber nein...
Das teils offene Ende schliesslich ist wie der gesamte Film vielschichtig und sicherlich eher untypisch. Porco’s Handlungen, wie auch die dargestellte Haltung gegenüber dem Faschismus haben dem Film und Porco im Übrigen verschiedenste Vergleiche mit Casablanca und Humphrey Bogart eingebracht. Ob die Vergleiche gerechtfertigt sind, muss jeder für sich selbst entscheiden und ob dies von Miyazaki tatsächlich beabsichtigt war, kann ich hier leider nicht beantworten. Dafür kann ich aber allen empfehlen, auch jenen, die mit Miyazaki’s Kunst bis anhin noch nicht vertraut sind, Porco Rosso eine Chance zu geben. Es könnte sein, dass der Film den einen oder anderen dann doch überrascht und das Studio Ghibli ein paar erwachsene Fans dazu gewinnt. Verdient haben sie es allemal. Somit bleibt eigentlich nur noch eine Sache zu sagen: „Ich bin lieber Schwein als Faschist.“
 

Freitag, 26. September 2014

Godzilla - something different of more of the same


Zum Blu-Ray Start in Deutschland hier mein Beitrag zu "Godzilla".

Der Film rangierte Ende letzten Jahres unter meinen absoluten Must-Sees für das Kinojahr 2014. Es gibt womöglich niemanden, der mich kennt, dem ich nicht ein Ohr abgekaut habe bei der wiederholten Bekundung, wie grandios der Trailer zum Film ist. Aber ein Trailer kann noch so toll inszeniert sein - erst im fertigen Film findet man heraus, ob man mit seinen Vorstellungen auf die Schnauze fällt oder nicht. Ich sag nur "Transformers", aua aua …
Konnte das Endprodukt der neusten Verfilmung der japanischen Riesenechse nun meinen ebenfalls turmhohen Erwartungen gerecht werden?


In der momentanen Flut der Neuverfilmungen wird alles neu aufgewärmt, was den Studiobossen in der Vergangenheit auch nur einen einzigen Dollar eingebracht hat. Hierbei ist von vornherein klar, dass einige Gurken entstehen (z.B. der neue "Turtles"-Film - und diese Behauptung nehme ich mir heraus, ohne auch nur eine Minute vom fertigen Film gesehen zu haben) oder auch ganz großartiges Blockbuster-Kino (bspw. Peter Jackson's "King Kong" - wobei der romantische Riesenaffe laut Gerüchten ja schon wieder neu aufgelegt werden soll - WTF?).

Der britische Regisseur Gareth Edwards bekam für die japanische Monsterikone den Zuschlag, da er bereits mit seinem Erstling "Monsters" im Jahr 2010 die Mehrheit der Genrefreunde überzeugen konnte. Jedenfalls hab ich das so gelesen – ich gestehe zu meiner Schande, den Film noch nachholen zu müssen.

Ich könnte nun den inhaltlichen Rahmen von "Godzilla" mit „ROAR! Krach! Bumm! Schepper!“ umschreiben, ohne dass man mir vorwerfen könnte, wichtige Details ausgelassen zu haben. Allerdings klingt eine derartige Zusammenfassung auch reichlich abwertend und das will ich tunlichst vermeiden. Denn um ehrlich zu sein, war ich vom fertigen Film als alter Godzilla-Fan ausgesprochen angetan, den ich Anfang Juni auf einer Geschäftsreise in einem kleineren Kölner Programmkino im englischen Original gesehen habe.

Denkt man an Godzilla-Filme, so gibt es drei Möglichkeiten, die dem geneigten Filmfan zuerst in den Sinn kommen:

  1. Der originale "Godzilla" in schwarz-weiß aus dem Jahr 1954, der damalige Nuklearwaffentests und die frischen japanischen Erinnerungen an Hiroshima und Nagasaki thematisierte.

    "Ich hab mal einen gefangen, der war sooo groß."


  2. Der unsägliche "Godzilla" von Emmerich aus dem Jahr 1998, der außer einem großen Bottich Kacke gar nix thematisierte.

    Eine Szene, die die Qualität des 1998er Films treffend beschreibt...
  3. Alle japanischen Godzilla-Kaijū-Filme zwischen 1954 und 2004, in denen sich mehrere coole Riesenmonster zu Unterhaltungszwecken kindgerecht die Grütze aus der Mütze klopfen.

    *Plöff*

Zu meiner Erleichterung durfte ich feststellen, dass es sich bei "Godzilla" von 2014 um eine homogene Mischung aus den Punkten 1 und 3 handelt.

Fans des Emmerich-Godzillas – und die soll es wirklich geben – werfen dem neusten Leinwandauftritt vor, zu wenig Monsteraction in petto zu haben. Darüber kann ich nur mit dem Kopf schütteln, denn gerade das ist eine der großen Stärken der aktuellen Verfilmung.
Gareth Edwards hat einen Weg gefunden, den Fokus der Handlung bis zum Finale hauptsächlich auf die menschlichen Figuren des Films zu legen (darunter "Breaking Bad"-Star Bryan Cranston, Kick-Ass Aaron Taylor-Johnson und Hollywoods Lieblingsjapaner Ken Watanabe) und trotzdem von Minute 1 bis zu Minute 123 (so lange geht der Film nämlich) nur einen Hauptdarsteller zu haben: Godzilla himself.

Auch wenn die Riesenechse nicht im Bild ist – und das ist für einen Großteil des Films der Fall – ist seine Anwesenheit, bzw. die Anwesenheit der dazugehörigen Bedrohung ständig spürbar. Ich habe mich im Kino an die Inszenierung von "Der Weiße Hai" erinnert gefühlt und das ist nun wirklich kein schlechtes Vorbild.

Viel deutlicher sieht mal lange Zeit nichts von Godzilla

Das Ganze bedeutet nun, dass es lange dauert, bis man Godzilla in Gänze zu Gesicht bekommt. Wenn es dann aber soweit ist, entschädigt die aufgebaute Spannung für die Wartezeit – vom fantastischen Finale ganz zu schweigen, in dem es Monsteraction-mäßig aber mal so richtig rund geht.

Man könnte also sagen, "Godzilla" ist als moderner Effekt-Blockbuster nichts weiter als „more-of-the-same“. Wer es vor allem auf die Schauwerte anlegt, wird vermutlich nicht enttäuscht sein – außer man erwartet einen pausenlosen Effektoverkill oder ein Lens Flare Feuerwerk á la Micheal Bay.

Durch die Fokussierung auf die menschlichen Figuren, deren offenbare Machtlosigkeit gegenüber 100+ Meter hohen Monstern und die Hinauszögerung der finalen Konfrontation bekommt der Film aber eine notwendige Erzählebene, um sich vom typischen CGI-Einheitsbrei abzuheben.

Im Vergleich zu anderen Effektkeilereien gefällt mir deshalb am neuen "Godzilla", dass der Film sich vor den tricktechnisch fantastisch in Szene gesetzten Kampfszenen die Mühe macht, in mich als Zuschauer zu investieren, damit das ganze CGI-Krach-Bumm nicht unbeteiligt an mir vorbei flimmert. Beim einen mag das besser funktionieren, beim anderen weniger – für mich hat es jedenfalls bestens gepasst.

Wenn's Richtung Showdown geht, kracht's dann aber richtig!

Wie fällt also mein Fazit aus?

Die Story des Films ist angemessen und hat einige Logiklöcher, die ich aber gutwillig übersehen kann. Die Darsteller machen einen durchweg akzeptablen Job und klauen Godzi nicht unnötig viel Spotlight - von Aaron Taylor-Johnson vielleicht mal abgesehen, der die menschliche Hauptrolle spielt und gerne zwei, drei Emotionen mehr hätte einbauen können, um einigen, für die Charakterisierung seiner Figur entscheidenden Szenen mehr Dramatik zu verpassen.
Die Effekte sind klasse - State-Of-The-Art, wenn man so will - und der Sound war im Kino wirklich großartig, vor allem Godzillas Trademark-Brüller. Die richtige (sichtbare) Action lässt sich etwas Zeit, was sich aber als guter Schachzug entpuppt, um dem Showdown umso mehr Spannung und Power zu verpassen.

Ich habe trotz großer Erwartungen das Kino sehr zufrieden verlassen und freue mich schon darauf, die Tage "Godzilla" via 3D-Blu-Ray erneut zu sichten.

8/10 Punkte.

Freitag, 5. September 2014

Sind dies die "100 Most Iconic Shots Of All Time"?

Ein Liste mit dem Namen "100 Most Iconic Shots Of All Time" zu erstellen ist sicherlich eine sehr spannende, gleichzeitig aber auch sehr undankbare Aufgabe. Unmöglich kann man es jedem selbsternannten Filmexperten Recht machen. Die Mädels und Jungs von CineFix haben sich trotzdem an diese Aufgabe gewagt. Was dabei heraus gekommen ist, ist sicherlich nicht durch die Bank über alle Zweifel erhaben. Nichtsdestotrotz ist das folgende Video aber ein wunderbarer Reminder, weshalb wir alle das Kino und seine Filme so sehr lieben. Alleine schon dafür muss man CineFix dankbar sein und ein genauer Blick lohnt sich allemal. Beeindruckend ist auch der grosse Range der präsentierten Filme: Genre- und Dekaden-übergreifend finden sich wunderbare Referenzen auf die Pionierzeit des Kinos, wie auch auf etwas jüngere Produktionen. Watch and have fun!


Es sind wirklich dermassen viele gute Szenen dabei, dass ich meine Lieblinge kaum nennen kann. Während grossartige Klassiker wie Citizen Kane, North by Northwest, Casablanca, A Clockwork Orange, Taxi DriverThe Godfather oder eben auch Titanic sicherlich ihre Daseinsberechtigung haben, sind absolute Highlights für mich persönlich die Szenen aus The Shining, The Breakfast Club, Butch Cassidy and the Sundance Kid, Rocky, The Shawshank Redemption, Fight Club und auch, da spricht wohl mein inneres Kind, die Klavierszene aus Big.

Sicher gibt es vereinzelt auch fragwürdige Szenen und jedem von uns werden in den abgedeckten Filmen zumindest teilweise Shots einfallen, die uns noch besser gefallen haben als jene, die ausgewählt wurden. Ausserdem werden dem einen oder anderen sicherlich auch Filme komplett fehlen. Vor allem das jüngste Jahrzehnt scheint mir dabei nicht ausreichend bzw. fast gar nicht berücksichtigt. Ohne lange zu überlegen fallen mir beispielsweise Szenen aus The Dark Knight, Inception, City of God, Tiger and Dragon und Drive ein, die ich definitv ausgewählt hätte. Was sind eure Lieblinge? Was fehlt euch? Welche Szenen gehören hier gar nicht hinein? Darüber lässt sich wunderbar nachdenken, streiten und bei Bedarf in den Kommentaren diskutieren.


Mittwoch, 30. Juli 2014

Believe the hype




Wer von unserer ehemaligen Studententruppe erinnert sich daran, als wir vor Jahren zum Start von Tony Jaa's  Muay-Thai-Feuerwerk "Tom Yum Goong" spontan beschlossen haben, ins 50 km entfernte Villingen-Schwenningen zu gurken, weil dort weit und breit das einzige Kino war, das sich getraut hat, so einen "Nischenfilm" ins Programm aufzunehmen? Nun, was soll ich sagen. Das gleiche ist mir gestern passiert.
 
Und wie damals war es ein Spontan-Kinobesuch, den ich auch in einigen Jahren noch in guter Erinnerung behalten werde.


Viel habe ich im Vorfeld zu "The Raid 2: Berandal" gelesen und eigentlich war alles davon zu aufregend um wahr zu sein. Ich habe deshalb krampfhaft versucht, meine gigantische Erwartungshaltung auf ein gesundes Maß zu reduzieren, aber das hat nicht so wirklich geklappt. Als im Kino das Licht aus- und der Film losging saß ich also quasi schon auf heißen Kohlen, aber um es kurz zu machen: Alles was ich vorher gelesen habe hat sich bewahrheitet, egal wie euphorisch diese Berichte auch gewesen sein mögen.
Ich falle deshalb besser gleich mit der Tür ins Haus:

"The Raid 2" ist vermutlich der beste Actionfilm, den ich jemals gesehen habe.

Nach so einem gewagten Statement sollte man vielleicht versuchen, etwas näher auf den Inhalt des Films einzugehen. Worum geht es also?
Wer „The Raid: Redemption“ gesehen hat, kennt auf jeden Fall schon mal den Protagonisten Rama (Iko Uwais), seines Zeichens Polizist in Jakarta. Im vielfach (zurecht) gelobten Vorgänger war er Mitglied einer Polizeieinheit, deren Aufgabe es war, ein von einem Gangsterboss besetztes Hochhaus zu stürmen. Korrupte Machenschaften aus den eigenen Reihen machten dem Vorhaben damals einen gehörigen Strich durch die Rechnung, der Polizeieinsatz verkam zum Fiasko und außer Rama hat kaum einer das Blutbad überlebt.

„The Raid 2: Berandal“ setzt nur knappe zwei Stunden nach den Ereignissen des ersten Teils an. Eine Einheit von internen Ermittlern will einen wirksamen Schlag gegen die ausufernde Korruption bei der Polizei in Jakarta führen und versucht, Rama undercover in die Gangsterbanden der Stadt einzuschleusen, denn wie sich herausstellt war Tama (besagter Oberbösewicht aus Teil 1) zwar ein mächtiger Gangsterboss, aber keineswegs das größte Tier in Jakartas Unterwelt. Diese wird von zwei Verbrechersyndikaten beherrscht, die sowohl bei Politik als auch Polizei großen Einfluss genießen. Rama nimmt den Auftrag aufgrund persönlicher Motive an und verstrickt sich zusehends tiefer in ein Netz aus Machtgier, Verrat und Gewalt. Seinen eigentlichen Auftrag immer weiter aus den Augen verlierend kämpft er um sein Leben, als zwischen den beiden Syndikaten und einer dritten Partei, die sich nicht so ganz an die Regeln halten will, ein brutaler Bandenkrieg entbrennt.

Polizist Rama ist in "The Raid 2" undercover unterwegs
„The Raid 2“ ist ein Actionfilm in Verkleidung eines typischen Gangster-Epos, der mit einer Laufzeit von monumentalen zweieinhalb Stunden aufwartet und in dieser Dauer den Charakteren im Film als auch dem Zuschauer im Kinositz vieles abverlangt. Neben den fantastischen Kampfszenen war in meinen Augen die große Stärke des ersten Teils die Simplifizierung der Hintergrundgeschichte, die nichts weiter bereitstellt, als den Rahmen für ein ausuferndes Action-Fest, sowie die Komprimierung der Szenerie auf ein einziges Gebäude. Somit wurden Spannung und Action auf einen Nenner gebracht und keine Nebenkriegsschauplätze störten das Tempo des Films. Wenn mich im Vorfeld von „The Raid 2“ etwas skeptisch hat werden lassen, dann ob das Öffnen dieses Grundkonzepts den Film nicht unnötig belastet und das Augenmerk von der Hauptzutat Action ablenkt.
 
Diese Sorge war gänzlich unbegründet. Der Film schafft es für einen Actionfilm sensationell, eine Actionszene an die andere zu hängen und dazwischen eine düstere, bedrohliche Atmosphäre mit gefährlichen Charakteren sowie deren skrupellosen Motiven aufzubauen und dabei ständig die Schauplätze zu wechseln. Der Wechsel zwischen brachialen Kampfszenen auf der einen und Figurenentwicklung und Handlung auf der anderen Seite ist dabei nahtlos. Beide Komponenten steigern sich im Laufe des Films mit jeder neuen Szene. Das Pacing ist vorbildlich, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.

Ganster Bejo (Alex Abbad) kocht sein eigenes Süppchen im Bandenkrieg
Die Story hat dabei ein besonderes Lob verdient. Ich möchte hier eine kleine Lanze brechen. Wenn der Film mit „Der Pate“, „Internal Affairs“ oder ähnlichen Gangsterballaden verglichen wird, so bedeutet es nicht, dass „The Raid 2“ ein oscarreifes Drehbuch hat. Das hat er nicht. Aber er schafft es wie vielleicht kein anderer mir bekannter Actionfilm, eine Geschichte einzuweben, die eine ähnliche Stimmung aufbaut wie die oben genannten Beispiele. Ohne übertrieben komplex zu sein ist sie gut geschrieben, mehrschichtig, nachvollziehbar und vor allem packend.

Uco (Arifin Putra), Sohn von Gangsterboss Bangun, spielt eine Schlüsselrolle im Konflikt
Dazu führt Regisseur und Drehbuchautor Gareth Evans eine ganze Menge neuer Charaktere ein, die alle ihre eigene Motivation und Überzeugung mitbringen. Anfangs ist es nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten, da bis zu einem bestimmten Punkt im ersten Viertel des Films verschiedene Rückblenden und Zeitsprünge benutzt werden, um die einzelnen Parteien vorzustellen. Außerdem kommt es auch vor, dass plötzlich selbst nach über einer Stunde Laufzeit neue Personen die Leinwand betreten und vielleicht keine Hauptrollen ausfüllen aber einen nicht unerheblichen Anteil am weiteren Verlauf der Ereignisse haben. Denn jede ihrer Handlungen zieht die Figuren tiefer in einen Strudel aus Gewalt, bei dem nach kurzer Zeit schon klar wird: Hier gibt es für niemanden ein Entrinnen auf dem Weg zum unausweichlichen Finale Furioso.

Das bringt mich zum eigentlichen Hauptmerkmal des Films: Die Action.

War der erste Teil schon ein großartiger Martial-Arts Film mit toll inszenierten Schusswechseln, schießen Gareth Evans und sein Team in „The Raid 2: Berandal“ den Vogel ab. Was hier innerhalb von 150 Minuten auf der Leinwand abgeht spottet jeglicher Beschreibung. Der Film setzt in Sachen Intensität, Kameraarbeit und Härtegrad mit jeder neuen Szene die absolute Messlatte immer noch ein Stückchen höher, was den Film spätestens nach dem unfassbar gefilmten Showdown in meinen Augen zur absoluten Referenz gegenüber jedem bestehenden oder kommenden Actionfilm macht. Besagter Endkampf müsste eigentlich ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen werden als nichts anderes als der am besten gefilmte Zweikampf auf Zelluloid. Jeder Szene merkt man die Detailverliebtheit der Choreographen an, die die Dreharbeiten des Films auf über 18 Monate ausgedehnt haben, bei einem absolut lachhaften Budget von 4,5 Millionen US-Dollar. Da fragt man sich des Öfteren, wie um alles in der Welt sie das bitteschön hinbekommen haben.

Die Intesität in der Inszenierung der Actionszenen sucht ihresgleichen
Besondere Betonung wird in allen bisherigen Reviews vor allem auch auf den hohen Grad an expliziter Gewaltdarstellung gelegt. Und um Himmels Willen, da wird nicht übertrieben! Ich habe schon so manches Machwerk gesehen, das an der ein oder anderen Stelle an einer Schmerzgrenze kitzelt, aber so sehr ich auch nachdenke fällt mir genreübergreifend kein Film ein, der dermaßen wehtut wie „The Raid 2“.  Die Brutalität wird dabei nicht überzeichnet präsentiert wie bei einem Tarantino beispielsweise, sondern schonungslos realistisch, wobei realistische Darstellung nicht zwangsweise realistische Auswirkung bedeuten muss. Denn selbstverständlich halten die Hauptfiguren des Films ungefähr so viel Prügel aus wie ein handelsüblicher Superheld und haben am Ende immer noch genügend Kraft übrig für den entscheidenden Schädelbruch. Wenn wie hier mit Messern, Baseball-Schlägern, Hämmern, und diversen Schusswaffen hantiert wird, frage ich mich ernsthaft, wie es dieser Film ungeschnitten durch die deutschen Prüfungsinstanzen geschafft hat. Ich habe mich zeitweise regelrecht im Kinosessel gewunden und trotzdem jede Szene fasziniert genossen.

Denn die unglaubliche Intensität der Kampfszenen entsteht nicht in erster Linie durch die offen zur Schau gestellte Gewaltorgie sondern durch die technisch perfekte Inszenierung, in der alles handgemacht ist. Kein mir bekannter Shot im gesamten Film nutzt CGI. Ein wahrer Meilenstein, wenn man bedenkt, was Stuntmen und Filmcrew hier auf sich nehmen, um jedes Detail optimal einzufangen. Egal wie viele Kämpfer in der Szene vorkommen, die Kamera ist immer an der richtigen Stelle. In einer furiosen Verfolgungsjagd wandert die Kamera von einem Autoinneren zum anderen während sich im einen gerade 5 Leute gegenseitig die Schädel einschlagen. Dabei fängt die Sounduntermalung jeden Knochenbruch und jede zerschmetterte Nase und jeden Blechschaden aufs Genauste ein, dass es um einen herum scheppert, als wär man mitten im Getümmel.

Die Verfolgungsjagd inkl. Schlägerei im Auto gehört zu den absoluten Highlights des Films
Außerdem baut Gareth Evans keine einzige Actionszene ein, die den Zuschauer unvorbereitet trifft sondern kostet den Moment des Spannungsaufbaus bis zum Äußersten aus. Man weiß, dass es jeden Moment kracht und trotzdem zoomt die Kamera auf sich ballende Fäuste, auf am Boden schleifende Baseballschläger und langsam gezogene Messer. Wenn der Sturm dann losbricht sitzt auch der Zuschauer am Rande des Kinosessels und krallt sich in die Stuhllehne. Jedenfalls ging es mir so. Ich erinnere mich an eine Szene, vor der ich unbedacht zum Cola-Becher gegriffen habe, in der ein unglaublich abgefahrener Zusammenschnitt vom Auftritt verschiedener Attentäter ablief. Nach ihrer verrichteten Tat habe ich mich ertappt, wie ich meine Finger in den Cola-Becher am immer noch ausgestreckten Arm kralle, ohne auch nur einen Schluck getrunken zu haben.


Auch Yayan Ruhian ("Mad Dog" aus Teil 1) hat einen Gastauftritt - wenn auch als anderer Charakter
Unterstützt wird diese Adrenalinproduktion durch die treibende Musik, die nicht selten an Hans Zimmers Batman-Score erinnert. Vielleicht existieren deshalb die ganzen Vergleiche á la „Der Dark Knight des Actionkinos“ (firstshowing.net). Und in Wirklichkeit ist der Vergleich gar nicht weit hergeholt. Wie Nolan es damals geschafft hat, Kriminalfilm und Superhelden-Movie zu etwas neuem zu kombinieren, ist nun Gareth Evans dieses Kunststück mit Actionfilm und Gangsterepos gelungen.
Wer es schafft, ein Kino zu finden in dem der Film läuft – geht rein. Auch wenn die Blu-ray ein gesicherter Kauf ist, weiß ich nicht, ob die Intensität derart reinknallt wie auf der großen Leinwand. Außerdem möchte ich in Kürze mit Leuten reden, ohne auf Spoiler achten zu müssen! :)

Da ich also so langsam alle Superlative in meinem Wortschatz verpulvert habe, bringe ich zum Abschluss vielleicht noch ein Zitat von Matt Risley (Total Film) an, der den Film folgendermaßen passend zusammenfasst:
"Sumptuously shot, perfectly paced and flat-out exhilarating, The Raid 2 cements Evans as the best action director working today and may not be the best action, gangster, or even martial-arts movie ever made. But as a combination of all three, it's unparalleled in recent memory and offers a tantalising glimpse into a post-Bayhem action-movie world. Brutal, beautiful and brilliant. […] The sheer imagination on show, both in the cinematography and choreography, guarantees each brawl is instantly iconic. Immaculately edited, each traumatic, tensely tactile fight would blur into chaos if not for Evans's pinpoint pacing something that refreshes all the more in the face of modern blockbusting's tendency to start big and just keep getting bigger, until burnout."
Ich widerspreche nur in einem Punkt. Ein besserer Actionfilm fällt mir nicht ein. Klare 10 von 10.

Freitag, 4. Juli 2014

THE SPECTACULAR NOW


Erste grössere Aufmerksamkeit erhielt die Literaturverfilmung The Spectacular Now von Regisseur James Ponsoldt bei dem von Robert Redford ins Leben gerufenen Sundance Film Festival im Jahr 2013. Als Favorit vieler Festivalbesucher erhielten die beiden Hauptdarsteller Miles Teller und die aus The Descendants bekannte Shailene Woodley den „Dramatic Special Jury Prize for Acting“ für ihre Darstellung der beiden Schüler Sutter Keely und Aimee Finecky in ihrem Senior Year an der High School.
Sutter ist in seinen jungen Jahren praktisch Alkoholiker, für jede Party zu haben und lebt einzig für das Hier und Jetzt, für das „Spectacular Now“. Nachdem er von seiner Freundin verlassen wurde und Trost in einer alkoholgetränkten Partynacht gesucht hat, wird er früh morgens in einem fremden Vorgarten von seiner unscheinbaren Mitschülerin Aimee Finecky geweckt. Obwohl Sutter sie bis dahin nie wirklich wahrgenommen hat, kommen sich die beiden näher und wir verfolgen, wie sie sich nach und nach immer mehr aufeinander einlassen. Aimee ist dabei in vielen Bereichen das genaue Gegenstück zu Sutter. Während Sutter beispielsweise spürbare Angst vor der Zukunft und vor Veränderungen hat, weiss Aimee die Bedeutung von Zielen und Träumen im Leben zu schätzen und steht ihrer eigenen Zukunft grundsätzlich optimistisch gegenüber.  
Aimee: “I think it’s good to have dreams. Don’t you?”
Nichtsdestotrotz verbindet sie aber die schwierige Beziehung zu ihren Eltern miteinander. Mit zunehmender Dauer des Films merken wir immer mehr, dass Sutter’s coole Fassade ein verletztes und unsicheres Inneres überdeckt. Es ist wirklich beeindruckend, wie Miles Teller hierbei all die verschiedenen Facetten dieses komplizierten jungen Mannes darstellt. Zu Beginn des Filmes ist er der coole Junge, immer für einen lockeren Spruch zu haben, aber immer irgendwie auch an der Grenze zum Grossmaul und Unsympathen. Sein wahres Talent darf er dann vor allem im letzten Drittel des Films zeigen, wenn seine Fassade aufgrund seiner Beziehung zu Aimee und zu seinen Eltern langsam zu bröckeln beginnt. Irgendwie spürt man, dass Aimee der Rettungsanker sein könnte, den Sutter so dringend benötigt, um nicht als erfolgloser und unglücklicher Alkoholiker zu enden.


 
Die grösste Stärke des Films liegt für mich darin, dass es sich nicht anfühlt, als würde man gerade einen Film und eine fiktive Geschichte sehen. Die Figuren und die Handlung wirken schlicht, authentisch, einfach echt. Als ob genau dieses Paar irgendwann einmal irgendwo genau diese Geschichte erlebt hat. The Spectacular Now ist von der Art der Geschichte, aber auch von der Qualität der Umsetzung, für mich durchaus mit dem von mir verehrten Good Will Hunting zu vergleichen, einem absoluten Film-Klassiker. Wir alle wissen (hoffentlich), dass Good Will Hunting für den von Matt Damon gespielten Hauptcharakter Will überaus hoffnungsvoll mit den Worten “I have to go see about a girl” endet. Ob The Spectacular Now für Sutter ein ähnlich optimistisches Ende bereit hält, steht bis zum Schluss in den Sternen und soll hier auch nicht verraten werden. Gegen Ende des Filmes fällt zwar ebenfalls ein schönes und überaus lebensbejahendes Zitat:
The best thing about now is that there's another one tomorrow.”
Aber wer spricht diese Worte? Sutter? Und bedeuten diese Worte dann, dass Sutter sein Leben in die richtigen Bahnen lenken konnte? Oder doch Aimee? Geht sie optimistisch in die Zukunft, obwohl sie Sutter vielleicht nicht helfen konnte und die beiden fortan getrennte Wege gehen? Ich kann nur jedem empfehlen, es selbst heraus zu finden, denn The Spectacular Now ist beeindruckendes Independent-Kino und eine wunderbare Mischung aus Coming-of-Age, Drama, Komödie und Romance, gepaart mit einem bezaubernden und mehr als überzeugenden Hauptdarstellerduo.  
 
P.S.: Als kleines Goodie darf ich auf eine Mini-Rolle von Bob Odenkirk, unter Breaking Bad Fans besser bekannt als Saul Goodman, aufmerksam machen. „Better Call Saul!“
P.P.S.: Normalerweise bin ich kein Fan davon, in einer eigenen Film-Review auf eine andere Review zu verlinken, aber da der von mir sehr geschätzte Film-Kritiker Roger Ebert leider im letzten Jahr verstorben ist und eine seiner letzten Kritiken den Film The Spectacular Now behandelte, will ich einmal eine Ausnahme machen, zumal auch diese Kritik äusserst positiv ausgefallen ist und sich somit zu grossen Teilen mit meinen Eindrücken deckt: